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Dorf-E-Auto kommt nach Referinghausen

Bürgermeister Thomas Grosche (2. von links), Lars Ole Daub (links) Südwestfalen Agentur, Ortsvorsteher Reinhard Figgen (6. von links), Innogy-Kommunalbetreuer Markus Ebert (rechts).

Übergabe an die Dorfmeinschaft Referinghausen/ Testphase 14. September bis 16. Oktober 2016

 

Geräuschlos und sauber: Seit kurzem steht dem Medebacher Stadtteil Referinghausen kostenlos ein Elektro-Auto für Testfahrten als „Dorfauto“ zur Verfügung. Zur Übergabe des E-Autos an den Ort am Donnerstag, 15. September, hatte Ortsvorsteher Reinhard Figgen ans Feuerwehrhaus eingeladen. Zahlreiche Interessenten haben bereits Interesse für Testfahrten angemeldet.

 

„Wer kommt, der kommt und weiß, was läuft (und fährt …)“, so das Motto von Figgen, der zur der Übergabe junge und ältere „Testfahrer“ aus Referinghausen sowie Bürgermeister Thomas Grosche und Lars Ole Daub von der Südwestfalen Agentur begrüßte. Daub unterstützt als Projektmanager die Ortsgemeinschaft im Rahmen der Projektstudie „Dorf ist Energie(klug)“. Seit 2015 sind in Referinghausen einige Maßnahmen wie eine Exkursion in den Klimapark Rietberg, ein Energiemarkt, ein Thermo-Spa(r)ziergang mit Wärmebildkamera und Infoabende erfolgreich umgesetzt worden. Im öffentlichen Bücherregal an Milchstation 7 (Greten Hof) kann zudem Fachliteratur zum Thema Energie und Klima kostenlos ausgeliehen werden.

 

Ein weiterer Gesichtspunkt ist nun das Thema Elektromobilität, und so trägt die

Südwestfalen Agentur gerne zusammen mit den Partnern innogy SE und Nissan dazu bei, dass die Testfahrten mit einem E-Auto bis einschließlich 16. Oktober in Referinghausen durchgeführt werden können. Innogy-Kommunalbetreuer Markus Ebert stimmte die interessierten Besucher mit einem kurzen Erfahrungsbericht zum Thema Elektromobilität auf das Referinghauser „Dorfauto“ ein. Er präsentierte den Zuhörern die Daten des bereitgestellten Fahrzeugs. Besonders zu beachten seien dabei die Reichweite von etwa 160 Kilometern und der im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen günstige Verbrauch des Elektroautos. Das diese Art der Fortbewegung umweltfreundlicher ist, brauchte Ebert nicht besonders zu betonen. Innogy SE stellte zur Übergabe auch eine Ladestation zur Verfügung, damit dem Wiederaufladen vor Ort nichts im Wege steht. Das Aufladen unterwegs, so Markus Ebert, ist an einigen Stellen in der Umgebung, unter anderem in Winterberg am Oversum und im Gewerbegebiet Medebach, Landwehr 5, an den öffentlichen Ladestationen von innogy SE möglich.

 

 „Das Interesse zur Nutzung eines Elektro-Fahrzeuges ist groß und unabhängig vom Alter“, so Reinhard Figgen: „Bislang sind 18 feste Anmeldungen von Referinghausener Bürgerinnen und Bürger eingegangen, die jüngste ist 24, der älteste Mitbürger 80 Jahre alt.“ Weitere Interessenten seien zurzeit dabei, sich einen freien Termin auszusuchen. „Das Dorf-E-Auto ist in Referinghausen in besten Händen und wird sicher tüchtig erprobt“, freut sich Figgen. Sein besonderer Dank ging an die örtliche Freiwillige Feuerwehr, die das Feuerwehr-Gelände für den Zeitraum des Projekts zur Verfügung stellt. Da die Fahrten für alle Führerscheinbesitzer kostenlos sind, sei weiterhin mit einer hohen Nachfrage zu rechnen.

 

 

INFOKASTEN

„Dorf ist Energie(klug)“:

In den Dörfern Südwestfalens steckt eine Menge Potenzial – auch wenn es um zukunftsweisende Ansätze für Energieversorgung, Effizienzsteigerung oder etwa Mobilität vor Ort geht. Doch wie kommt man von der guten Idee zur Realisierung eines Projektes? Die von der Südwestfalen Agentur GmbH initiierte Projektstudie „Dorf ist Energie(klug)“ setzt genau hier an und unterstützt Dorfgemeinschaften auf ihrem Weg, mit Hilfe von innovativen, zukunftsweisenden und nachhaltigen Klimaschutzideen und Energiekonzepten eine ganzheitliche Dorfentwicklung voranzubringen. Die Projektstudie wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (progres.NRW) gefördert, durch die fünf Kreise sowie den Volksbanken in Südwestfalen unterstützt. INFOKASTEN innogy SE. Die innogy SE ist ein etabliertes europäisches Energieunternehmen. Mit seinen drei Geschäftsfeldern Netz & Infrastruktur, Vertrieb und Erneuerbare Energien adressiert es die Anforderungen einer modernen dekarbonisierten, dezentralen und digitalen Energiewelt. Im Zentrum der Aktivitäten von innogy steht, bestehenden und potenziellen Kunden innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anzubieten, mit denen sie Energie effizienter nutzen und ihre Lebensqualität steigern können. Weitere Informationen unter www.innogy.com

 

 

Hintergrund: Als regionale Entwicklungsgesellschaft bündelt die Südwestfalen Agentur die Kräfte von Wirtschaft und Politik zur wettbewerbsfähigen Positionierung der Region im Vergleich zu anderen Standorten. Seit 2012 setzt sie mit ihren Gesellschaftern Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-

 

Wittgenstein, Kreis Soest und „Wirtschaft für Südwestfalen e.V.“ das Regionalmarketing um. Im Bereich der regionalen Entwicklung arbeitet sie in enger Abstimmung mit den 59 Städten und Gemeinden an Zukunftskonzepten für Südwestfalen und setzt innovative Projekte um. Sie steuerte alle Aktivitäten im Rahmen der REGIONALE 2013 in Südwestfalen.