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Umweltausschuss der Hansestadt Medebach beschäftigt sich mit Zwischenstandbericht zum Klimaschutzkonzept

Zu einer Sitzung mit einer interessanten Tagesordnung konnte die Ausschussvorsitzende Ursula Sengen die Mitglieder des Umweltausschusses der Hansestadt Medebach begrüßen.

Am Sitzungsabend ging es unter anderem um einen Zwischenstandbericht zum Klimaschutzkonzept für den Hochsauerlandkreis sowie die Hansestadt Medebach, welches durch den HSK unter Beteiligung der kreisangehörigen Gemeinden aktuell erarbeitet wird. Die Hansestadt Medebach hat sich intensiv in diesen Prozess eingebracht, da die Thematik Klima- und Naturschutz für die Stadt hohe Priorität genießt und u.a. sehr gut zu den vom Rat gefassten Beschlüssen zu diesem Thema sowie dem 11-Punkte-Plan und dem angestrebten Naturschutzgroßprojekt passt.

Den fachlichen Input lieferte das Fachbüro energielenker projects GmbH, welches den Hochsauerlandkreis und die Kommunen bei diesem Prozess begleitet. Ganz im Sinne der CO²-Einsparung war das Büro per Videokonferenz in die Sitzung zugeschaltet.

Wichtige Zwischenergebnisse waren z.B., dass bei der Hansestadt Medebach, als Kommune mit im Vergleich zur Einwohnerzahl starker Industrie, rd. 58 % des Energiebedarfs im Industriesektor anfallen. Dies ist erheblich mehr als der Durchschnittswert des Hochsauerlandkreises mit 46 % und die noch deutlich niedriger liegenden Bundeswerte. Zudem wurde deutlich, dass der Energiebedarf, insbesondere durch Erdgas, gedeckt wird und hierzu Überlegungen angestellt werden sollten, wie es zu einer Substitution auf regenerative Energien kommen kann.

Beim CO² -Ausstoß pro Kopf liegt die Hansestadt Medebach aktuell im Kreisdurchschnitt, bei dem Anteil des privaten Wärmebedarfs ebenfalls.

Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist es, im Hochsauerlandkreis die regenerative Energieerzeugung zu stärken, um am Ende des Prozesses Klimaneutralität zu erreichen.

Ein weiterer interessanter Faktor ist die durch das Fachbüro dargestellte Senkleistung des Waldes, der aufgrund seiner ökologischen Wichtigkeit eine rechnerische Gegenposition zum CO²-Verbrauch in der Region darstellt.

Als erstes Zwischenergebnis wurden verschiedenste Klimaschutzmaßnahmen für den Hochsauerlandkreis sowie die Hansestadt Medebach präsentiert, bei denen es z.B. um die Prüfung der Nutzbarmachung von Abwärmepotenzialen der Industrie, weiterer Installation von PV-Dachflächenanlagen und die Entwicklung eines Masterplans zur energetischen Gebäudesanierung gehen kann.

Über die Endfassung des Klimaschutzkonzeptes soll der Rat der Hansestadt Medebach zu Beginn des Jahres 2023 beraten und entscheiden.

Ausschussvorsitzende Ursula Sengen, Bürgermeister Thomas Grosche sowie die Ausschussmitglieder waren sich einig, gemeinsam an diesem wichtigen Thema weiter zu arbeiten, damit die Hansestadt Medebach ihren Anteil beim Klima- und Umweltschutz auch weiterhin konsequent leistet.

Ein weiterer interessanter Punkt des Abends war die Vorstellung des neu gegründeten Naturschutzvereins „Natur- u. Artenschutz Medebacher Bucht e.V.“, welcher sich insbesondere um den Lebensraumerhalt in der „Medebacher Bucht“ und hier besonders um die Unterstützung der Rebhuhn-Population kümmert.

Beim abschließenden Tagesordnungspunkt wurden durch Bürgermeister Thomas Grosche die in die Zuständigkeit des Umweltausschusses fallenden Haushaltsansätze für den Haushaltsplan 2023 vorgestellt und erläutert.


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Sitzung des Umweltausschuss der Hansestadt Medebach