Informationen zur Abwasserbeseitigung

Die Abwasserbeseitigung erfolgt für das Stadtgebiet Medebach durch die Stadtwerke Medebach AöR.

Wir entsorgen die Abwässer von rd. 8.000 Einwohnern, 190.000 Touristen und diverser Industriebetriebe. Hierfür sind insgesamt rd. 122 km Kanalisationsleitungen, drei Abwasserpumpstationen, 16 Regenrückhaltebecken und Stauraumkanäle mit einem Gesamtrückhaltevolumen von 5.700 m³ sowie drei Kläranlagen vorzuhalten.

Die Abwasserbeseitigung ist dabei in drei Bezirke aufgeteilt.

Der erste Bezirk ist die sogenannte Grafschaft Medebach. Hier erfolgt die vollständige Abwasserbeseitigung von Küstelberg über die Grafschafter Dörfer in die Kläranlage Oberschledorn. Diese Kläranlage wurde im Jahr 2010 vollständig saniert und ausgelegt für die Abwasserbeseitigung von 4.500 Einwohnergleichwerten. Die Zuleitung des gereinigten Abwassers erfolgt über die Vorflut unterhalb der Kläranlage in die Wilde Aa.

Der zweite Bezirk ist die Ableitung des Abwassers der Kernstadt Medebach sowie der Ortsteile Berge und Medelon in die Kläranlage Medebach-Berge. Diese Kläranlage liegt an der Landstraße Richtung Münden kurz vor der Landesgrenze nach Hessen. Die letzte große Sanierungsmaßnahme wurde bei der Kläranlage im Jahr 2001 beendet. Die Kläranlage Medebach-Berge dient als zentraler Stützpunkt der Abwasserbeseitigung und ist mit einem Labor für die regelmäßige Eigenkontrolle ausgerüstet. Ebenfalls befindet sich an diesem Standort die zentrale Steuerung und Überwachung für alle Kläranlagen und Pumpstationen. Die Kläranlage ist ausgelegt für 14.500 Einwohnergleichwerte. Die Vorflut des gereinigten Abwassers erfolgt unterhalb der Kläranlage in die Orke.

Für das Entwässerungsgebiet Dreislar besteht eine Sondersituation. Aufgrund der topografischen Lage war der Anschluss an die Kläranlage Medebach-Berge nicht ohne eine Pumpstation möglich. Aus diesem Grunde wurde Mitte/Ende der 80-er Jahre eine Teichkläranlage unterhalb Dreislars angelegt. Durch diese Teichanlage kann das Schmutzwasser von bis zu 500 Einwohnergleichwerten gereinigt werden. Die Anlage besteht aus drei Teichen. Die Teiche werden durch das Abwasser durchflossen. Die Schmutzpartikel setzen sich durch die Zugabe von Sauerstoff und Chloriden am Boden der Teiche ab und werden in regelmäßigen Abständen entsorgt. Anschließend erfolgt die Einleitung in die Ölfe.

Die Kläranlagen unterliegen einer strengen Überwachung durch die eigenen Mitarbeiter. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Proben durch ein externes Institut und durch die zuständigen Landesbehörden entnommen und ausgewertet. Die Eigenkontrolle soll ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Problemen im Kläranlagenprozess ermöglichen.

Für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der vorgenannten Kläranlagen, Becken, Stauraumkanäle und Pumpstationen sind drei technische Mitarbeiter im Bereich der Abwasserbeseitigung beschäftigt. Die 24-Stunden-Rufbereitschaft garantieren einen bisher möglichst störungsfreien Betrieb.